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Meran im Frühling


Das typische Bild des Meraner Frühlings: Blühende Stadt inmitten weißer Berge

Meran, die zweitgrößte Stadt Südtirols profitiert in besonderer Weise vom klimatisch begünstigten Meraner Becken. Die große und weite Texelgruppe schützt Meran vor den Nordwinden Im Tal der Etsch gelegen,  erfreuen sich Stadt und Umland einer artenreichen Flora, die mit ihren Feigen, Palmen und Zypressen nicht selten an weit südlicher gelegene Gefilde denken lässt.
Meran, einst Hauptstadt der Grafschaft Tirol hat sich die Kurstadt den Charme aus Kaiserin Sissis Zeiten bewahrt und zeigt sich zugleich traditionsreich und modern. Vom altehrwürdigen Kurhaus über den Stadtteil Zenoberg und das Schloss Trauttmansdorff mit seinen botanischen Gärten bis hin zum Villenviertel Obermais erstrahlen die Erinnerungen an die weit zurückreichende Geschichte Merans und an die k.u.k Monarchie in sympathischem Glanz.
In den Thermen und dem Thermenpark genießt der Besucher Wohlfühlbehandlungen auf dem neuesten Stand und unter den historischen Lauben lässt sich in gutsortierten Geschäften so manch geschätzte Südtiroler Spezialität erwerben. Vom Frauenmuseum über die wechselnden Ausstellung des zeitgenössischen Museums kunst meran bis hin zum Touriseum im Schloss Trauttmansdorff und großen Veranstaltungen wie der Asfaltart, dem internationalen Straßenkünstlerfestival, hat sich in Meran ein abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitprogramm etabliert.
Mit der Schwemmalm, Meran 2000, dem Schnalstaler Gletscher, dem Skigebiet Pfelders und der Ortler Skiarena sind gleich 5 Skigebiete von Meran aus leicht erreichbar. Zudem ist die Stadt Meran Knotenpunkt faszinierender Seitentäler. So beginnt zum Beispiel das Passeiertal, das Heimattal des Südtiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer, direkt am Stadtrand von Meran. Das urige Schnalstal mündet westlich der Stadt ins Tal der Etsch und wenige Kilometer von Meran entfernt erreicht man von Lana aus das Ultental mit seinem Hasenöhrl, einem 3.257 m hohen Gipfel in der Ortlergruppe. Von den Muthöfen am Meraner Höhenweg über die Greifvogelflugschau im nahen Schloss Tirol bis zu den ruhigen Spazierwegen entlang der Passer ist es eben gerade die Vielseitigkeit, die Meran zu etwas Besonderem macht.

Frühlings-Spaziergang zum Schloss Trauttmansdorff

Den ganz besonderen Reiz, den Meran schon zu Zeiten der k.u.k. Monarchie auf die Menschen ausübte, hat sich die Kurstadt an der Passer bis heute bewahrt. Ein Spaziergang durch das frühlingshaft blühende Obermais lässt uns das sehr intensiv spüren.

Wir beginnen unseren insgesamt nur 3 Kilometer langen Bummel am Sissi-Denkmal auf der Meraner Sommerpromenade. Gleich zu Beginn der Runde lohnt sich ein Blick in die einstige Spitalkirche Heilig Geist mit ihrem neugotischen Flügelaltar. Das nahe Hotel Palace, 1906 erbaut, ist der Auftakt zu unserer Reise durch das prachtvolle Meran der Jahrhundertwende. Doch nicht nur die herrschaftlichen Ansitz und Villen, nicht nur Schloss Rubein und Schloss Pienzenau am Sissi-Weg sind beeindruckend, auch die mediterran anmutende Pflanzenwelt ringsum prägt sich ein. Zypressen und Zedern, Glyzinien und ein Meer aus bunten Frühlingsblumen lassen uns staunen.


Übertroffen wird die Farbenpracht entlang der Promenade nur mehr von unserem Ziel, von Schloss Trauttmansdorff und seinen Gärten. Rund 80 Gartenlandschaften hüllen das Schloss, in dem einst Kaiserin Sissi in den Wintermonaten das milde Klima des Meraner Beckens genoss, in einen Mantel aus Blütenduft. Dort, wo  die Kaiserin nächtigte, erfahren wir heute im „Touriseum“ nicht selten auch mit einem leichten Schmunzeln vermittelt – mehr über die Südtiroler Tourismusgeschichte. Für den Rückweg vom Schloss Trauttmansdorff in die Innenstadt von Meran nehmen wir entweder den Bus oder spazieren über die Dante-Straße, den Winkelweg, die Schafferstraße und die Grabmayrstraße zurück zum mondänen Hotel Palace.

Spazieren in Meran (Videoclip)